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Lange Busfahrten stärken den Teamgeist

von ESC-Planegg

In den nächsten Wochen heißt es Kilometer schrubben für die Pinguine: Auswärtsfahrten nach Bergkamen, Berlin und Düsseldorf stehen für die Eishockeyspielerinnen des ESC Planegg an. Die Gegner verbindet eines: Sie sind fürchterlich unangenehm.

Eigentlich sind Auswärtsfahrten bei den Pinguinen gefürchtet. Hunderte von Kilometern sind die Eishockeyspielerinnen des ESC Planegg meistens unterwegs, bis sie in ihrem Zielort eintreffen. Der Bundesliga-Spielplan meint es in dieser Saison überhaupt nicht gut mit dem Titelverteidiger. Die nächsten drei Spiele absolviert er in Bergkamen, Berlin und Düsseldorf. „Dann haben wir die längsten Fahrten hinter uns“, sagt Matthias Fritsche. Einen weiteren positiven Nebeneffekt sieht der Trainer darin, dass das soziale Gefüge auf solchen Reisen gestärkt wird. Sehen sich seine Akteure doch sonst nur meistens im Training. „Da sind wir als Mannschaft wieder länger zusammen“, meint er erfreut.

Allerdings werden nicht alle Spielerinnen auf die erste lange Fahrt an diesem Wochenende nach Bergkamen mitkommen. Celina Haider ist privat verhindert, was nach ihrem hoffnungsvollen Comeback am vergangenen Samstag gegen Salzburg etwas schade ist. Auch Monika Pink hat dem Übungsleiter für die Spiele am Samstag (17.30 Uhr) und Sonntag (9.30 Uhr) bereits abgesagt. Weil die Kapitänin beruflich verhindert ist, muss sich Fritsche mit zwei Verteidigerpaaren begnügen. Yvonne Rothemund und Ronja Jenike bilden das eine Duett, Corie Jacobson und Sonja Pleyer das andere. Gravierender ist der Ausfall von Larissa Eicher, die in den nächsten Monaten eine Schule in den USA besuchen wird. Bis zum Saisonende wird sie nicht zurückerwartet.

Dass wenigstens einer der frei gewordenen Plätze im Bus besetzt wird, ist dem schnellen Genesungsprozess bei Katharina Gerstmeir zu verdanken. Die Mittelstürmerin kann nach ihrer Daumen-OP wieder mitmischen. „Sie hat eine wahnsinnig gute defensive Einstellung“, lobt der Trainer die Mittelstürmerin aus Mittenwald, die mit ihrer Zweikampfstärke den Gegner schwer unter Druck setzen kann. Gegen Bergkamen sind ihre Tugenden ganz besonders gefragt. Die Westfalen gelten als äußerst unangenehm, vor allem im eigenen Stadion. „Das ist eine Mannschaft, gegen die man, wenn es blöd läuft, auch Punkte liegen lassen kann“, so Fritsche über den Tabellenvierten. Die letzten beiden Heimspiele konnten die Pinguine nur knapp für sich entscheiden.

Was die Aufgabe bei den Bären so knifflig macht, ist ihr kompaktes defensives Verhalten. Das Team verteidigt geschickt das eigene Gehäuse und versteht es, zu kontern. „Es ist auf jeden Fall ein guter Test“, sagt Fritsche, Der Trainer erwartet weitere Aufschlüsse, ob der deutsche Rekordmeister in der Lage ist, schnell von Angriff auf Abwehr umzuschalten.

Autor:  Christian Heinrich    Münchner Merkur 03.11.2017

So soll es wieder sein!

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