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2:4 – Nur ärgern ist zu wenig

von ESC-Planegg

ESC Planegg hält gegen Bundesliga-Spitzenreiter Memmingen ordentlich mit

Matthias Fritsche sah dann doch den Beweis dafür erbracht, dass es sich bei den Eishockey-Spielerinnen des ECDC Memmingen um ganz normale Sterbliche handelt. „Wir haben im ersten Drittel gezeigt, dass das eine schlagbare Mannschaft ist“ sagte der Trainer des ESC Planegg. Allerdings konnten die Pinguine dieses Niveau nicht über die gesamten 60 Minuten halten. So kam es, wie es für den deutschen Rekordmeister langsam Usus wird: Zum sechsten Mal in Serie musste er sich den Allgäuerinnen beugen – diesmal mit 2:4 (2:0, 0:3, 0:1).

Wie man dem bisher ungeschlagenen Titelverteidiger beikommen kann, zeigten die Planeggerinnen im ersten Durchgang. Die Abwehr präsentierte sich stets auf der Höhe des Geschehens und ließ Memmingens gefährliche Scorerinnen Taylor Day und Marie Delabre überhaupt nicht zur Entfaltung kommen. Auf der anderen Seite nutzte der ESC konsequent seine Chancen. Die Führung durch Yvonne Rothemund resultierte aus einem Überzahlspiel. Celina Haider und Franziska Feldmeier hatten zuvor für freie Schussbahn gesorgt. Auch das 2:0 durch Bernadette Karpf war schön herausgespielt: Marissa Redmond und Luisa Kaiser hatten sie in Szene gesetzt. „Nach vorne war immer Druck da“, lobte Fritsche.

Die klare Führung verleitete die Pinguine aber dazu, die Dinge im zweiten Drittel etwas schleifen zu lassen. „Das ist reine Kopfsache“, monierte Fritsche. Die Indians nahmen die Einladung an. Zunächst war Delabre zur Stelle, bevor Day in Überzahl den Ausgleich markierte. Kurze Zeit später konnte ESC-Torhüterin Lena chuster zwar einen gegnerischen Alleingang klären, doch ihre Vorderleute brachten die Scheibe nicht weg – Day brachte Memmingen mit 3:2 in Front. „Wir haben sie stärker gemacht“, sagte Fritsche.

Die anvisierte Aufholjagd im letzten Abschnitt scheiterte an drei Strafzeiten für den ESC. Zunächst bekam Haider zwei Minuten, kurz darauf setzte es fünf Minuten für Jennifer Schuster für ein Foul, das der Referee auch etwas milder hätte beurteilen können. „Ich habe es nicht als Check gesehen“, so Fritsche. Kaum war Schuster zurück, erwischte es mit Mona Pink die nächste Verteidigerin. „Wir haben es verpasst, das Spiel selbst in die Hand zu nehmen“, sagte der Coach.

Zum Schluss setzten die Pinguine alles auf eine Karte und nahmen Torhüterin Schuster für eine weitere Angreiferin vom Feld. Statt des Ausgleichs setzte es das 4:2 durch Day, die keine Mühe hatte, die Scheibe im leeren Tor unterzubringen. Fritsche: „Wir müssen schauen, dass wir unsere Leistung über 60 Minuten hinbekommen.“ Dann ist vielleicht auch Memmingen zu schlagen.  hch

Autor:  Christian Heinrich    Münchner Merkur   30.10.2018

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